Die Gotthardbahn und die Literaten

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Bevor Carl Spitteler als Literat den Durchbruch schafft – 1919 erhält er den Nobelpreis für Literatur –, veröffentlicht er 1897 im Auftrag der Gotthardbahn-Gesellschaft den Reiseführer «Der Gotthard». Anfänglich will er das Buch, für das er fürstlich honoriert wird, anonym veröffentlichen. (undatiert, Keystone)

Die Gotthardbahn ist in der Literatur häufig ein Thema. 1897 beschreibt Carl Spitteler im Auftrag der Gotthardbahn-Gesellschaft eine Fahrt mit dem Zug durch den Gotthard und dessen Geschichte. 1947 erscheint Felix Moeschlins historischer Roman «Wir durchbohren den Gotthard». Moeschlin ist ein einflussreicher Repräsentant der Geistigen Landesverteidigung. Die Literatur jener Zeit hat das Schweizer Bild der Alpenbahnen geprägt: sie und besonders der Gotthard als Verbindung von ingenieurtechnischer Meisterleistung und der Leistungsfähigkeit der Willensnation Schweiz. Noch immer köstlich liest sich die Episode mit der Sirupflasche im Kehrtunnel in Klaus Schädelins Jugendbuch «Mein Name ist Eugen» (1955). Es wurde 2005 verfilmt.

« Da sich indessen die erhabenste Tunnelnacht in nichts von einer gemeinen Kellernacht unterscheidet, so fällt die Spannung mangels Nahrung sehr bald ab. »

Carl Spitteler, Der Gotthard, Frauenfeld 1897, S. 53

Relative Häufigkeiten von Stichworten in Publikationen seit dem 19. Jahrhundert, gemäss Google ngram, nach Sprachraum

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7'000 Franken

beträgt das Honorar, das Carl Spitteler für seinen Reiseführer bekommt. Das entspricht rund 40 Monatslöhnen eines Stollenarbeiters. Zudem lässt er sich sein Werk mit einer 12 Jahre gültigen Freikarte für Erstklassfahrten auf der Gotthardlinie vergüten.

1899 Jahr

schreibt Karl May sein Gedicht «Am Gotthardt»: «[…] Und kennst du nicht den Eisenstrang, der ihm durchbohrt die ‹harte› Felsen Brust? […]», lautet einer der Verse.

1023 Seiten

(496 Bd. 1, 527 Bd. 2) umfasst der Roman von Felix Moeschlin «Wir durchbohren den Gotthard».

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